Ehe – der feste Rahmen für die Partnerschaft zählt
Die meisten Ehepaare wünschen sich die Ehe als einen festen Rahmen. Das geht aus einer Studie des deutschen Bundesfamilienministeriums hervor.
(SSF/Livenet/im.) Das Bundesfamilienministerium hatte beim «Sinus-Institut Heidelberg» eine Studie zum Thema Ehe und Partnerschaft in Auftrag gegeben und die Ergebnisse Ende Dezember 2010 veröffentlicht. Demnach nannten die meisten Eheleute als Grund für ihre Heirat, dass sie ihrer Partnerschaft einen «festen Rahmen geben» wollten. 86 Prozent der verheiraten Frauen und 83 Prozent der verheirateten Männer äusserten diese Ansicht.
Diese Aussage ist damit der klare Spitzenreiter – weit vor der Einschätzung, dass Kinder in einer Ehe besser aufgehoben seien oder dass man geheiratet habe, weil man durch die Ehe im Alter besser versorgt sei.
Liebe und Verantwortung
«Man ist für Menschen verantwortlich, die man liebt.» Dieser Aussage stimmten 82 Prozent der Befragten zu. Ebenfalls insgesamt vier Fünftel wünschen sich, dass eine Partnerschaft ein Leben lang hält; 71 Prozent der Nichtverheirateten und 87 Prozent der Verheirateten. Nur 21 Prozent sagen, man heirate, weil man sich damit finanziell besser stellt.
Andererseits bejahten die Aussage «Eine Ehe ist auf ein ganzes Leben ausgerichtet» nur 48 Prozent der Frauen und 53 Prozent der Männer. Bei Verheirateten ist dieser Anteil mit 61 Prozent deutlich höher als mit 41 Prozent bei Nichtverheirateten. Der Aussage «Viele Paare gehen heute zu schnell auseinander» stimmten 55 Prozent der Frauen und 46 Prozent der Männer zu.
Ein vom Staat geschützter Rahmen
«Die Ehe ist keine Selbstverständlichkeit, sondern eine bewusste Entscheidung», heisst es in der Zusammenfassung der Studie. «Sie ist auch mit der Erwartung verknüpft, dass die Ehe einen vom Staat geschaffenen und geschützten Rechtsrahmen bietet, der geschlechtergerecht ist und der die Lebenslagen der Menschen berücksichtigt.»
